
Kronen Zeitung
„KEIN GUTES BILD“
Bei Nominierung von Neuer ahnt Didi Hamann Böses
Sollte Julian Nagelsmann Manuel Neuer tatsächlich zur WM mitnehmen, würde das kein gutes Signal senden, ist Didi Hamann überzeugt. „Wenn heute das klärende Gespräch noch aussteht, frage ich mich, was der Bundestrainer die letzten sechs oder acht Wochen gemacht hat. Das gibt für einen Trainer kein gutes Bild ab und für den DFB auch nicht“, fand der Experte bei Sky klare Worte.
2024 war Neuer eigentlich aus freien Stücken aus der Nationalmannschaft zurückgetreten, nach der starken Saison mit dem FC Bayern und aufgrund eines Mangels an starken Alternativen wurde nun vor wenigen Wochen ein Comeback in den Raum gestellt.
Und tatsächlich dürfte es zur Sensationsrückkehr kommen, die Anzeichen, dass es der 40-Jährige in die WM-Auswahl schafft, verdichten sich zunehmend.
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„Das geht schlichtweg nicht“
Leidtragender Nummer eins wäre wohl Oliver Baumann, der eigentlich als Stammgoalie vorgesehen war. Hamann bemängelt: „Wenn ich Spieler gewesen wäre und man mich gefragt hätte, dann hätte ich gesagt: ‘Nee, nee – Baumann hält. Baumann ist mit uns durch die Qualifikation gegangen. Wir hatten schwere Spiele. Er ist der Grund, warum wir überhaupt nach Amerika fahren.‘ Es waren einige brenzlige Situationen dabei, in denen er uns auch den Hintern gerettet hat. Und jetzt zu sagen, wo der andere vor zwei Jahren zurückgetreten ist, alle anderen die Quali-Spiele machen lässt, zu sagen: ‘So Männer, ich bin wieder hier‘ – das geht schlichtweg nicht.“
Sollte sich Nagelsmann tatsächlich für Neuer entscheiden, rechnet Hamann mit Unruhe innerhalb des Teams. „Ich glaube, dass es in der Mannschaft – abgesehen von den Bayern – viele Spieler gibt, die damit nicht einverstanden sind oder wären. Ich hätte den Mannschaftsrat oder vier, fünf Spieler befragt. Ich weiß nicht, ob das der Bundestrainer gemacht hat – möglicherweise nicht. Nur: Ich könnte mir vorstellen, dass es bei einer Nominierung von den Nicht-Bayern großen Gegenwind gibt“, so die Theorien des 59-fachen Teamspielers Deutschlands.
Letztlich liege die Entscheidung nun einmal bei Nagelsmann. Sollte der Bundestrainer von der Idee überzeugt sein, soll er sie auch verwirklichen. „Nur dann soll er vor sechs oder sieben Wochen zu Baumann sagen: ‘Pass auf, so und so sieht’s aus‘ – und ihm nicht sagen, dass er die Eins bleibt, wenn es dann sechs Wochen später nicht mehr so ist. Und das Spiel gegen Real mag eine Rolle gespielt haben. Nur: Das war ein Spiel. Du darfst dich von solchen Sachen nicht blenden lassen.“
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Bild: AFP/SID


















